Mission


Oskar Strock (*1893 Lettland) und Eddie Rosner (*1910 Berlin) feierten ihre ersten Erfolge in Berlin der späten Weimarer Republik, um bald zu den wegweisenden und wichtigsten Mitbegründern der Swing- und Tango-Traditionen von Ost-Europa bis nach Japan und Finnland zu werden. Trotzdem haben diktatorische Regime es beinahe geschafft, die Namen dieser beiden jüdischen Ausnahmetalente aus dem kulturellen Gedächtnis zu löschen. Das 2021 gegründete »The Oskar Strock & Eddie Rosner Orchestra«® bringt als einziges Ensemble weltweit durch didaktische Veranstaltungen, Workshops, bei denen ein Heranführen an dieses Gebiet stattfindet, und andere Aktionen die einst verfemte, totgeschwiegen und für verloren erklärte Musik von Oskar und Eddie samt Werken ihrer Zeitgenossen im exklusiven Auftrag zurück nach Deutschland und auch ihr Spätwerk aus den 40er- bis 70er-Jahren zu Gehör.
Die Kompositionen werden akribisch zusammengetragen, rekonstruiert und den alten Arrangements neue hinzugefügt, die den Geiste der Beiden atmen – nicht einfach ein „Ghost-Orchestra“, sondern eine bildungskulturelle Botschaft und zugleich eine atemberaubende Zeitreise, voller Überraschungen, Geheimtipps, Ohrwürmern, Jazz und Weltschmerz, Energie und Nachdenken, Authentizität und Frische. Darüber hinaus ist es ein wahres Fest für Liebhaber der intensiven, inhaltsreichen und gehobenen Ballroom-Musik.
Diese Musik zeichnen zugleich weiche Romantik und funkelnde lebensfreudige Phantasie, augenzwinkernde Verschmitztheit und elegische helle Intonation, Sehnsucht oder nachdenklich – philosophische Beschaulichkeit und überhaupt all‘ das, was man mit dem Leben des Herzens und den tiefsten psychologischen Erlebnissen verbindet, aus.
Irina Rosner
Musik

Ich habe mir die Platte angehört, sie hat mir sehr gefallen – ich bin in meine Jugend eingetaucht!
Alexander Pischtschikow
Geschichte


Es begann 1929 in der deutschen Hauptstadt…
Eines Tages dinierten in einer Bar unweit des Ku’damms zwei Männer. Der eine, ein schmächtiger junger Trompeter mit verschmitztem Lächeln, noch ohne Menjou-Bärtchen, stand kurz vor seinem achtzehnten Geburtstag. Im Scheunenviertel aufgewachsen, spielte er bei Marek Weber – und auch hier, in dieser Charlottenburger Bar, in der sich russische Emigranten trafen.
Der andere, siebzehn Jahre älter, mit fordernd-skeptischem Blick hinter der Brille, war auf dem Weg zur Pension Radloff-Rumland und tüftelte an einem Brief. „Kommt nach Berlin, hier lässt sich leben!“, hatte er seiner Familie nach Riga geschrieben. In seinem Koffer lagen neue Lieder, die er Weber vorstellen wollte – während der junge Musiker nebenan gerade seine erste Melodie auf eine Serviette zeichnete.
Termine
- 2026Nov28Storkow – tba20:00
Vergangene Termine
- 2025Dez21DresdenEvangelisch-Reformierte Gemeinde zu Dresden
- 2025Dez7HeidelbergJüdische Kultusgemeinde
- 2025Nov29Karlsruhe
- 2025Nov14Luckau
- 2025Nov5Hamburg

